Wer steckt dahinter

Carina.

Psychologische Beraterin. Selbst neurodivergent. Ich habe gelernt, meine eigene Art wahrzunehmen nicht länger als Abweichung zu sehen, sondern als Teil von mir. Heute begleite ich andere dabei, ihre eigene Perspektive ebenso ernst zu nehmen.

Carina, sitzend mit Stofftier, direkter Blick in die Kamera
Meine Geschichte

Ich weiß, wie es ist,
sich falsch zu fühlen.

Ich weiß, wie es ist, sich von klein auf falsch zu fühlen. Schlaflosigkeit, Überforderung, Anpassung – nichts an mir schien in diese Welt zu passen. Im Kindergarten, in der Schule, im Kontakt mit anderen: immer dieses Gefühl, zu viel und gleichzeitig nicht genug zu sein.

Meine Hochsensibilität machte es noch schwerer. Ich spürte die Emotionen anderer Menschen so stark, dass ich dachte, ich sei verantwortlich für ihre Launen. In der Schule war ich überfordert vom Lärm, konnte mich nicht konzentrieren, bekam schlechte Noten – und niemand erkannte, dass ich ADHS und Autismus habe.

So begann ein Weg voller Zwänge, Süchte, Freundschaften und Beziehungen, die mir nicht guttaten. Mit kaum vorhandenem Selbstwertgefühl versuchte ich, mich zu verbiegen, um endlich dazuzugehören.

Carina, ruhiger, intensiver Blick in die Kamera

Ich lernte: Ich war nicht das Problem. Mein Nervensystem hatte lange kaum erfahren, wie sich Sicherheit und Regulation anfühlen können.

Der Wendepunkt kam, als ich mich psychologisch ausbildete. Ich verstand: Ich bin nicht falsch. Ich bin neurodivergent – und das ist kein Makel, sondern eine andere Art, die Welt wahrzunehmen.

Plötzlich ergab auch vieles aus meiner Kindheit Sinn: Ich bin mit einem Vater aufgewachsen, dessen Autismus nie erkannt wurde und der häufig Shutdowns und Meltdowns hatte. Als Kind konnte ich seine Rückzüge und starken Reaktionen nicht einordnen und bezog vieles auf mich. Ich dachte, ich hätte etwas falsch gemacht – oder dass er mich nicht liebte.

Erst später verstand ich, dass sein Verhalten nichts über meinen Wert und nichts darüber aussagte, ob ich geliebt wurde. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie sehr ein Umfeld, in dem wenig Sicherheit und Regulation möglich sind, das eigene Erleben prägen kann.

Deshalb wurde es zu einem entscheidenden Teil meiner eigenen Entwicklung, mein Nervensystem besser zu verstehen und regulieren zu lernen, statt ständig dagegen anzukämpfen. Ich musste nicht anders werden, sondern lernen, mich selbst anzuerkennen und zu verstehen, was ich brauche.

Heute ist genau dieses Verständnis die Grundlage meiner Arbeit. Ich habe gelernt, mich selbst zu lieben, sicherer für mich einzustehen und mein Anderssein als Stärke zu leben.

Genau das gebe ich heute als psychologische Beraterin weiter: Im 1:1-Coaching, in der Arbeit mit dem Systembrett und in meinen Kursen begleite ich Menschen dabei, sich selbst besser zu verstehen, sich anzunehmen und neue Wege zu finden.

Manchmal beginnt Veränderung damit, die eigene Geschichte anders zu verstehen.

Ausbildung & Qualifikationen
  • Psychologische Beratung & Personal Coaching (sgd) — 2019–2021
  • Coaching-Seminar (Dr. Migge-Seminare) — 2020
  • Weiterbildung in psychotherapeutischen Methoden — Gesprächstherapie nach Rogers, Tiefenpsychologie, systemische Verfahren (inkl. Arbeit mit dem Systembrett), Krisenintervention (Heilpraktikerschule Wimmer, Mainz) — 2021–2022
  • Hypnosetherapie, Grund- und Aufbaukurs (Heilpraktikerschule Wimmer, Mainz) — 2021
Wie geht es jetzt weiter?

Schauen wir, was gerade zu dir passt.

Im eigenen Tempo mit einem Kurs, oder persönlich begleitet im 1:1-Coaching — du entscheidest, wie viel du gerade willst.